Trotz starker Moral – C1 mit knapper Niederlage

Im dritten Heimspiel in Folge trafen wir auf den starken Aufsteiger aus Salmrohr. Eine Truppe, die wie wir, fast komplett mit dem jüngeren 2004er-Jahrgang spielt. Mit dem Unterschied, dass nahezu der komplette Kader im Stützpunkt vertreten ist. So waren auch die ersten zehn Minuten davon geprägt, die Gäste erst einmal vom eigenen Tor fernzuhalten, was uns eher schlecht gelang. Salmrohr setzte uns beim Spielaufbau unter Druck und wir kamen selten spielerisch in die gegnerische Hälfte. Wenn, dann aber durchaus gefährlich. Wie in der 14. Minute, als der heute sehr agile Jason Weber Luca Hartenhauer in Szene setzte. Luca passte mit seinem schwächeren rechten Fuß gedankenschnell in die Mitte, wo Nico Werner gut vom Flügel kommend eingelaufen war. Da Nico regelwidrig am Torschuss gehindert wurde, entschied der sehr gut leitende Schiedsrichter auf Strafstoß. Jason schnappte sich den Ball und versenkte das Spielgerät sicher im Tor. In den Folgeminuten bekamen wir das Spiel etwas besser in den Griff und Salmrohr erzeugte nicht mehr ganz so viel Druck. Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Nachdem Motassem Morsli in Folge eines  rüden Fouls vorzeitig ausscheiden musste, war die Ordnung noch nicht wieder hergestellt und wir fingen uns nach eigenem kurz ausgeführtem Freistoß an der Mittellinie einen Konter zum Ausgleich ein. Nur eine Minute später konnte der FSV-Keeper einen Freistoß von Kai Alscheid nur abklatschen. Jason stand goldrichtig und versenkte den Abpraller im Netz.

Machte sein bisher stärkstes Spiel im Germania-Dress: Doppeltorschütze Jason Weber

Uns war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit weiter einen enorm hohen Aufwand betreiben müssen, um die Führung ins Ziel zu retten. Doch Salmrohr kam erneut stark aus der Kabine und machte mächtig Druck. Viele Standardsituationen prägten dieses intensive Spiel. So kam es wie es kommen musste. Sezi Mavambu lenkte einen Freistoß unglücklich mit dem Oberschenkel ins eigene Tor. Wenig später ließ sich unser Team von einem Einwurf übertölpeln. Die Gäste aus dem Salmtal nutzten dies gnadenlos aus und es hieß 2:3. Weitere Gegentore konnten wir mit letztem Einsatz verhindern. Wir lösten die Viererkette nun auf und versuchten in den verbleibenden Minuten nochmal alles, um den Ausgleich zu erzielen. Und tatsächlich hatten wir durch Sandro Hoehl, Magomed Dautov (nach schöner Vorarbeit von Sandro Hoehl) und Luca Hartenhauer noch drei dicke Möglichkeiten. Doch nach vier Minuten Nachspielzeit war es amtlich: Die Germania verliert das dritte Spiel in dieser Saison mit einem Tor Unterschied.

Fazit: Insgesamt geht die knappe Niederlage sicherlich in Ordnung. Salmrohr war uns individuell überlegen. Dazu haben wir die Gegentore deutlich zu einfach gefangen. Trotzdem sind wir insgesamt nicht unzufrieden mit der Leistung. Besonders die tolle Moral in der Schlussphase des Spiels ist lobend zu erwähnen. Mit dieser Einstellung werden wir unsere Gegner, unabhängig vom Ergebnis, weiterhin vor Probleme stellen. Und genau das sollte unser Ziel in den nächsten Wochen sein.