C1 steht im Pokalachtelfinale – In der Meisterschaft weiter auswärts punktlos

Nach zwei sehr guten Heimspielen gegen Topteams der Liga erwartete uns mit Andernach ein Gegner auf Augenhöhe. Zumindest dachten wir das. Doch die Heimmannschaft belehrt uns eines Besseren und dominierte unser Team in der ersten Halbzeit komplett. Die Bäckerjungen legten eine enorme Laufbereitschaft und Aggressivität an den Tag. Unsere Jungs zeigten sich davon stark beeindruckt und fanden in der ersten Halbzeit nahezu überhaupt nicht statt. Andernach erarbeitete sich gefühlte 50 Ecken und Freistöße und hatte zu Beginn zudem den Wind im Rücken. Mit etwas Glück überstanden wir den ersten Durchgang ohne Gegentor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen wir besser ins Spiel. Besonders Sadik Issaka und Sandro Hoehl stellten die Andernacher Hintermannschaft vor eine harte Probe. In diese Drangphase hinein jedoch fiel das 1:0 für die Gastgeber. Bei einer Ecke standen unsere Jungs Spalier und ließen (mal wieder) ein Kopfballtor aus nächster Distanz zu. Noch geschockt vom Rückstand fingen wir uns zur zwei Minuten später das 0:2. In den letzten zwanzig Minuten spielten wir dann wieder unseren „Germania-Fußball“: Sauberes Aufbauspiel durch das Zentrum mit gezielten Pässe in die Tiefe. Einige Großchancen zum Anschlusstreffer durch Motassem Morsli, Mohammed Hamada, Sandro Hoehl (Latte) und Sadik Issaka wurden jedoch liegen gelassen und so endete die Begegnung mit 0:2.

Fazit: Andernach wollte die drei Punkte einfach mehr. Unseren Jungs hat dagegen der Glaube an den Sieg und die eigene Leistungsfähigkeit gefehlt. Auch wenn die zweite Halbzeit akzeptabel war, so machen wir uns in den Auswärtsspielen vieles kaputt, was wir uns durch tolle Leistungen in den Heimspielen aufbauen. Jetzt gilt es Lösungen zu finden, um dieses Manko zu beheben und auch auswärts unser Heimgesicht zu zeigen.

Nach einigen Gesprächen unter der Woche änderten wir gegen Schweich nicht nur die Aufstellung in ein 4:4:2, sondern auch die Abläufe vor dem Spiel. Damit sollten die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison eingefahren werden.

Doch das Spiel begann denkbar ungünstig. Wie gegen Andernach war es eine Ecke, bei der unser Team nicht clever verteidigte und die körperlich überlegenen Gastgeber kamen zum frühen 1:0. Beim 2:0 Mitte der ersten Halbzeit, war es erneut ein ungeschicktes Zweikampfverhalten, das einen Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Die Moselaner ließen sich die Chance nicht entgehen. Doch das Germania-Team schlug noch vor der Pause zurück. Kai Alscheid brachte einen Freistoß zum Anschlusstreffer im Netz unter.

Um noch zwingender nach vorne zu spilen, stellen wir in der zweiten Hälfte auf ein 3:5:2 um. Die beste Gelegenheit vergab dabei Motassem Morsli, der nach einem Freistoß von Kai Alscheid freistehend aus kürzester Entfernung verzog. So blieb es bei einer weiteren knappen Auswärtsniederlage.

In der vierten Runde des Rheinlandpokals trafen wir wenige Tage später auf die Leistungsklasse-Mannschaft der JSG Berod/Wahlrod. Erneut starteten wir mit einer Dreierkette gewohnt dominant ins Spiel. Mit einem gezielten Spielaufbau und viel Ballbesitz erarbeiteten wir uns die erste Möglichkeit durch Neron Abazi. Doch die ungewohnte Dreierkette brachte auch Problem mit sich. So war die Rückwärtsbewegung oft schlecht und die Westerwälder kamen vor allem durch die schnellen Loncanrit und Zenula zu Konterchancen. Einen individuellen Fehler im Spielaufbau nutzte Loncanrit und traf zum 1:0. Im Laufe der ersten Halbzeit wurden die Zweikämpfe aggressiver geführt und das Gegenpressing intensiviert. Eine Druckphase begann, in der wir nach schöner Vorarbeit von Nico Wener durch Jason Weber ausgleichen konnten. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Jason, der nach Balleroberung schnell schaltete und Sandro Hoehl bediente. Sandro blieb cool und erzielte damit (endlich) seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison.

Sandro Hoehl erzielte im Pokal seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison

In der zweiten Hälfte ging den tapfer kämpfenden Gastgebern dann etwas die Luft aus. Wir schafften es, das Tempo hoch zu halten und bekamen Chancen im 5-Minutentakt. Doch wie schon die gesamte Saison blieb die Chancenverwertung mangelhaft. Nach einem Freistoßkracher durch Magomed Dautov, war es Rayan Marotta, der mit dem Kopf abstaubte und das Spiel damit entschied. Kurz vor Schluss stellte Sezi Mavambu mit einem fulminanten 20-Meterschuss den Endstand her.

Fazit: Wir haben immer wieder Phasen im Spiel, in denen es das Team schafft, seine Leistungsfähigkeit abzurufen. Dann sieht man, dass gegen jede Mannschaft in der Rheinlandliga etwas möglich ist. Leider fehlt oft noch die Konstanz über 70 Minuten. Das sich die Jungs aber in dieser Liga enorm weiterentwickeln, dass zeigen uns die Pokalspiele. Denn selbst ambitionierte Leistungsklasse-Teams auf Bezirksliga-Niveau können unser Tempo nicht mitgehen.